Portugal / Algarve 2015



Warum die Algarve?

Zum einen Stand Portugal schon lange latent auf der Wunschliste.

Bei der näheren Recherche waren es - neben einer Fülle weiterer privater und kommerzieller Websites und Publikationen - dann im Wesentlichen 3 Dinge die die Wahl des diesjährigen Urlaubsziels beeinflusst haben:

   1. Handys  www.handybirds.de. (Mir war bis dato übrigens überhaupt nicht bewußt dass die Algarve 

      auch als Vogelparadies gehandelt wird.)

   2. Der von Turismo do Algarve herausgegebene Birdwatching Guide to the Algarve.

   3. Die Klimatabellen für die Algarve im Oktober.

 

Ein Minuspunkt war die Tatsache dass die Landessprache naturgemäß weder Deutsch noch Englisch ist. Eigentlich für uns ein ganz wesentliches Kriterium, schließlich möcht man auch mal mit jemandem ein Gespräch führen können, das über "Dois latte por favor!" hinausgeht. Tatsächlich sind wir mit ein paar winzigen Bröckchen Portugiesisch und ansonsten Englisch problemlos zurechtgekommen.

Was das Wetter angeht: Ganz egal wann man sich die nachfolgende Wettervorhersage anschaut: Da sollte eigentlich immer ein recht deutlicher Unterschied zu Deutschland erkennbar sein :-)

Nebenbei liefert das Widget noch Informationen zu Windgeschwindigkeiten, Wellengang und Gezeiten, was durchaus nicht nur für die Vogelbeobachtung und -fotografie interessant sein kann, sondern auch für so banale Dinge wie die Planung einer Bootstour (z.b. entlang der Grotten an der Küste bei Lagos: Bei meterhohen Wellen kann ja mal versuchen einen brauchbaren Urlaubsschnappschuß anzufertigen.


Die Algarve! Und wo genau...?

Ziele an der Südküste waren im voraus entsprechend Birdwatching Guide geplant. Das Stückchen an der Westküste hinauf hat sich dann noch dank schlechtem Wetter im Süden ergeben.

Die Karte unten zeigt grobe Reiserouten und nicht jeden Trampelpfad bis an den Strand... :-)

 


Reisevorbereitungen

Währung, Visa, Papierkram:

Führerschein, Kreditkarte und Personalausweis sollte man dabeihaben. Sonst ist nichts zu tun.

 

Flug buchen:

Aus Oberschwaben kommen bieten sich Memmingen/Ryan Air oder Stuttgart/German Wings für Direktflüge nach Faro an. Wenn man mal zu den Flugpreisen die Kosten für aufzugebendes Gepäck und Sitzplatzreservierung dazu rechnet machen Germanwings und Ryan Air finanziell keinen großen Unterschied. Wir haben uns aus dem Bauch heraus für Germanwings und damit für einen Flug ab Stuttgart entschieden. Die Anreise zum Flughafen sollte mit dem eigenen Auto passieren und dem entsprechend wurde wieder ein sicheres Plätzchen bei Airport Parking Stuttgart gebucht (allerdings mit ca. 70 Euro für 2 Wochen fast 20 Euro teurer gegenüber dem Vorjahr).

 

Mietwagen:

Bei der Buchung des Mietwagens haben wir darauf geachtet einen Vermieter mit Counter im Flughafen Faro zu erwischen.  Gebucht wurde über Billiger-Mietwagen.de in Verbindung mit Autoescape und Avis. Das Ergebnis war ein 08/15 Minimalangebot von Avis mit relativ hoher Selbstbeteiligung für Versicherungsfälle, die im Zweifelsfall durch Autoescape erstattet worden wäre (so die Annahme, wir haben das glücklicherweise nicht in Anspruch nehmen müssen).  Gebuchte Fahrzeugklasse: Opel Astra oder vergleichbar.

 

Unterkunft:

Ferienwohnungen werden über verschiedene Portale zuhauf angeboten.

Für unsere 2 Wochen Aufenthalt haben wir uns für eine Ferienwohnung in Quinta do Lago und nach einer Woche für einen Wechsel in eine weitere Wohnung in Lagos weiter im Westen entschieden.

Näheres zu den Ferienwohnungen unter Links und weiter unten bei der Beschreibung unserer Touren und Ziele.

 

Reisegepäck allgemein:  Das Klima an der Algarve im Oktober stellt keine besonderen Herausforderungen an die Kleidung. Es ist warm - nicht heiss - und kann ab und zu regnen und schon mal stürmischer werden. Da beide Ferienwohnungen mit Waschmaschinen ausgestattet waren, hatten wir kein Problem damit alles Notwendige in unsere Koffer zu bekommen: Wäsche, Sommerkleidung, Regenjacken, Thermovlies für die Rückkehr nach Stuttgart Mitte Oktober. Hut/Sonnenschutz ist keine schlechte Idee. 

 

Fotogepäck: Hier wird es schon etwas schwieriger, da man teure Optik nicht einfach ins aufzugebende Gepäck steckt und das Handgepäck bei Germanwings nicht mehr als stolze 8 kg wiegen darf. Weiterhin ist rein formal auch kein zusätzliches Handgepäckstück wie Notebooktasche etc. zugelassen. Glaubhafte Erfahrungsberichte beschreiben, dass durchaus schon mal nachgewogen wird. So hat ein Kollege auf Dienstreise schon sein Notebook einem Mitreisenden anvertraut, um das Handgepäck unter 10kg zu bekommen, was für den Entscheidungsträger in diesem Einzelfall offenbar die Toleranzgrenze war.  Beim Boarding zeigt sich dann (auch schon bei anderen Germanwings-Flügen) dass das Handgepäck auch hier tolerant gehandhabt wird, aber im Zweifelsfall steht man im Regen und es bleibt ein ungutes Gefühl. Also: Max. 10kg in den Fotorucksack. Das sah im einzelnen dann so aus:

 

Im CX-Format:

-Nikon 1 V3

-Nikon 1 10-30

-Nikon 1 70-300

-Nikon FT1

 

Im Follvormat

-Nikon D800

-Nikon AF-S 4,0/200-400 *)

-Tamron 2,8/24-70

-Nikon AF-S 2,8/105

-Nikon SB-900

 

*) Man ahnt es schon: Mein Liebling - das 4,0/200-400 - hätte das Limit gesprengt und durfte im Rucksack der Liebsten reisen :-)

Das Sigma 5,6/800 ist diesmal zuhause geblieben. Brennweitenmäßig bzw. was den Bildwinkel angeht ersetzen die Nikon 1 V3 mit 70-300 und mit 200-400 die ganz lange Linse. Freilich dann mit einem winzigen Sensor hinten dran anstelle der D800. Wir werden sehen wie sich das bewährt.

 

Strippen, Ladegeräte, Akkus etc. reisen im aufzugebenden Gepäck.

Ein Benro 4780T Carbonstativ mit Nivellierschale ebenso.

Last but not least - und nicht zuletzt weil das Sigma-Monster nicht mitfliegt - wurde der 2kg schwere Novoflex Videoneiger durch einen nicht mal halb so schweren FLM Kugelkopf CB-58 FT ersetzt.

 

Damit kommt mein Fotorucksack auf 8kg, das aufzugebende Gepäck liegt deutlich unter dem Limit von 23kg und das 200-400 reist als Gast in Katrins Notebook-Rucksack. Und ich habe diesmal beim Boarding die Hände frei und trage nicht noch zusätzlich eine 5kg schwere 800mm-Linse mit mir rum.


Die Reiseroute

An der A22 führt kein Weg vorbei. Von unserem Domizil in Quinta do Lago führt sie uns bequem nach Westen bis an die  spanische Grenze. Eine Woche lang erkunden wir so die Ria Formosa; vornehmlich die Gegend um Faro und Quinta do Lago, mit Abstechern bis an die Grenze zu Spanien.

Für die zweite Woche siedeln wir um von Quinta do Lago nach Lagos. Ria de Alvor, Felsenküsten und auch hier jede Menge Strand bestimmen jetzt das Bild.

 

...to be continued...

 

Einstweilen entstammen die Kalendermotive 2016 der Portugal-Reise.